Diözesaner Umweltpreis 2025 verliehen
Bewusstseinsbildung beim Diözesanen Umweltpreis
Bildungsarbeit geschieht in unseren Pfarren auf unterschiedlichste Art und Weise. Diese Bandbreite spiegelte sich auch in den eingereichten Projekten wider. So vergab die Jury gemeinsam mit der Umweltbeauftragten der Diözese, Eva Heidlmair, Preise in den Kategorien Kinder und Jugend, Nachhaltige Pfarrentwicklung, Vorbildliche Projekte sowie einen Sonderpreis.
Zu Beginn der Verleihung verglich KA-Präsident Andreas Gjecaj in seinen Grußworten das vielfältige Engagement mit Bausteinen und meinte, dass es viele - große und kleine - Bausteine brauche, um Tragfähigkeit zu erreichen. Martin Halmer, Ökonom der Diözese, betonte dass verantwortungsbewusstes Handeln und Wirtschaften Ausdruck der Dankbarkeit für das Geschenk der Schöpfung seien. Bezüge zum (Bildungs-)Auftrag in der Enzyklika Laudato si‘ nahm Vinzenz Wechtitsch vom Amt für Schule und Bildung in seiner Ansprache.
Kategorie Kinder und Jugend
Das Projekt „Herzgarten“ in der Pfarre Graz-Herz Jesu wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Gemeinsam mit der VS Nibelungen und einer neu gegründeten Gartengruppe wurde ein Lern- und Erlebnisraum auf einer Fläche hinter der Kirche geschaffen. Kinder und Erwachsene kümmern sich gemeinsam um Pflanzen und bald auch Hühner. Pfarrbewohner pflanzen mit, bei Veranstaltungen wie z.B. der Langen Nacht der Kirchen öffnet der Garten seine Pforten für zahlreiche Besucher:innen.
Kategorie Nachhaltige Pfarrentwicklung
Der Hauptpreis dieser Kategorie ging an die Pfarre Tieschen. Seit vielen Jahren werden in der Pfarre schöpfungsfreundliche Projekte umgesetzt – seien es die Umstellung auf Pelletsheizung und LED-Beleuchtung, nachhaltig ausgerichtete Pfarrfeste, vorbildliche Mülltrennung am Friedhof oder die Wildblumenwiese im Pfarrgarten. 2025 wurde eine 21 kWp- PV-Anlage am Pfarrhofdach sowie ein 38 kWh-Batteriespeicher installiert – nun sind die Kirche und der Pfarrhof inklusive vier Appartements von April bis September energieautark. Überschüssiger Sonnenstrom wird in einer Energiegemeinschaft geteilt. Über die Öffentlichkeitsarbeit der Pfarre werden zahlreiche Personen erreicht und zu ressourcenschonendem Verhalten motiviert.
Vorbildliche Projekte und Sonderpreis
Alle eingereichten Projekte wurden mit Anerkennungspreisen bedacht. Jede Aktivität zählt und kann als Vorbild für andere wirken. Auf der Website des Arbeitskreises Nachhaltigkeit werden alle Projekte vorgestellt. Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht!
Für ein besonders lösungsorientiertes Projekt vergab die Jury einen Sonderpreis an Hans Painold aus der Pfarre Graz-Straßgang. Damit die Kerzen bei Prozessionen möglichst zur Gänze abbrennen können, werden spezielle Kerzenverlängerungen verwendet.
Würdiger Rahmen
Vor der Preisverleihung bekamen die Preisträger:innen bei Führungen Einblicke in einige Schätze des Stifts Rein: der barocke Stiftsgarten mit Wildblumenwiesen (betreut vom Verein Blühen und Summen) sowie die Bibliothek (Ausstellung Flora et Labora) boten einen würdigen Rahmen. Prior Pater Martin Höfler freute sich in seinen Grußworten, dass das Stift Rein Lebens- und Erholungsraum für alle – vom menschlichen Zweibeiner bis hin zum tierischen Sechsbeiner - biete.